Lebenslauf, Bewerbung und Vorstellungsgespräch in europäischen Ländern

Du überlegst, in einem anderen europäischen Land zu arbeiten? Für jedes der 32 Länder – alle 27 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich – findest du die wichtigsten Arbeitsmarktzahlen und erfährst, wo die Jobs sind, wie du dich bewirbst, wie es mit Lohn und Arbeitsbedingungen aussieht, welche Studentenjobs es gibt und was du in den ersten Wochen erledigen musst. Allgemeine Tipps zu Jobsuche, Lebenslauf und deinen Rechten: Wie du einen Job im Ausland findest – 10 praktische Ratgeber »

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Belgien

Eine Bewerbung in Belgien besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – persönliche Daten, gewünschte Stelle, Berufserfahrung mit Erfolgen und Ausbildung (das Neueste zuerst), Weiterbildungen, Kompetenzen und deine Sprachniveaus nach der europäischen Skala (GER); du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • keinem Foto – außer der Job erfordert es oder der Arbeitgeber will eins,
  • einem Anschreiben, das du für jede Bewerbung neu schreibst und auf Firma und Stelle zuschneidest – es soll deine Persönlichkeit zeigen und was dich von anderen Bewerbern unterscheidet.

Bewirb dich in der Sprache der Region: Niederländisch in Flandern, Französisch in der Wallonie, Deutsch im deutschsprachigen Gebiet. In Brüssel sind Niederländisch und Französisch üblich.

Abschlüsse: Willst du in Flandern arbeiten und einen ausländischen Abschluss anerkennen lassen, wende dich an NARIC-Vlaanderen. Für das französischsprachige Belgien nutzt du das Gleichwertigkeitsportal der Fédération Wallonie-Bruxelles.

Bulgarien

Eine Bewerbung in Bulgarien besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – empfohlen wird das Format des Europass-Lebenslaufs,
  • einem kurzen Anschreiben – die meisten Arbeitgeber wollen eins,
  • Referenzen früherer Arbeitgeber,
  • Unterlagen zu deiner Ausbildung – ins Bulgarische übersetzt und beglaubigt.

Schreib auf Bulgarisch, außer in der Anzeige steht etwas anderes – die meisten Arbeitgeber erwarten das.

Abschlüsse: Ein ausländischer Abschluss muss in dem Land beglaubigt werden, das ihn ausgestellt hat, und eine amtliche bulgarische Übersetzung haben – das gilt auch für Berufszulassungen. Das bulgarische ENIC-NARIC-Zentrum NACID erkennt ausländische Hochschulabschlüsse an und führt die Liste der reglementierten Berufe in Bulgarien.

Dänemark

Eine Bewerbung in Dänemark besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf,
  • einem Motivationsschreiben, das auf die konkrete Stelle zugeschnitten ist.

Mit dem Editor von Europass für Lebenslauf und Anschreiben kannst du Unterlagen erstellen, die Arbeitgeber in ganz Europa verstehen.

Abschlüsse und reglementierte Berufe: Für manche Berufe in Dänemark brauchst du eine Zulassung, und du kannst deine ausländische Ausbildung offiziell bewerten lassen. Wo du das beantragst, erklärt Workindenmark auf seiner Seite zu Arbeitserlaubnis, Zulassung und Bewertung.

Deutschland

Eine vollständige Bewerbung in Deutschland besteht meist aus:

  • einem Anschreiben – höchstens eine A4-Seite,
  • einem tabellarischen Lebenslauf – in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, höchstens zwei Seiten, mit Kontaktdaten, Berufserfahrung, Ausbildung und Sprachkenntnissen; empfohlen wird das Format von Europass,
  • Kopien deiner Zeugnisse und Referenzen – Arbeitszeugnisse sind in Deutschland üblich; eventuell brauchst du deutsche Übersetzungen,
  • einem Foto mit neutralem Hintergrund – in deutschen Bewerbungen immer noch üblich.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich vorher über die Firma und sei bereit zu erklären, warum du diesen Beruf und diesen Arbeitgeber gewählt hast.

Abschlüsse: Für reglementierte Berufe (z. B. Pflegekräfte, Ärzte, Lehrkräfte) brauchst du eine formale Anerkennung. Das Bundesportal Anerkennung in Deutschland hat einen Anerkennungs-Finder, der zeigt, welche Stelle für deinen Beruf zuständig ist, und eine Hotline.

Estland

Eine typische Bewerbung in Estland besteht aus:

  • einem Lebenslauf – A4-Format, gängige Schrift wie Arial oder Times New Roman in 10–12 Punkt, höchstens zwei Seiten; du kannst auch den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Anschreiben – erklär deine beruflichen Ziele, deine wichtigsten Stärken und passende Erfahrung, warum du zum Arbeitgeber passt und was dich von anderen Bewerbern unterscheidet,
  • Referenzen – kein Muss, aber sie können deine Chancen erhöhen,
  • einem Foto – nicht vorgeschrieben.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich vorher über das Unternehmen, sei bereit, Fragen zu beantworten, und überleg dir eigene Fragen an den Arbeitgeber. Bring deine Unterlagen mit. Manche Arbeitgeber lassen dich im Gespräch auch einen allgemeinen Test oder einen Eignungstest machen.

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs entscheidet der Arbeitgeber selbst, wie er deine Qualifikationen bewertet. Das estnische ENIC-NARIC-Zentrum (Bildungs- und Jugendamt, Harno) bewertet ausländische Hochschulabschlüsse und ist die Anlaufstelle für die Anerkennung von Berufsqualifikationen – wende dich dorthin, wenn dein Beruf reglementiert ist.

Finnland

Eine finnische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – höchstens zwei A4-Seiten, mit deinem letzten Job und deiner letzten Ausbildung zuerst; ein Foto ist freiwillig, aber inzwischen recht üblich; nenn zwei Referenzpersonen oder schreib, dass Referenzen auf Anfrage verfügbar sind; der Europass-Lebenslauf passt gut,
  • einem Anschreiben – höchstens eine Seite, in dem du erklärst, warum du den Job willst und warum du dafür geeignet bist.

Prüf in der Anzeige, welche Sprache der Arbeitgeber erwartet – viele Jobs setzen Finnisch oder Schwedisch voraus.

Das Vorstellungsgespräch: Es findet sehr oft online statt. Bereite vorher eigene Fragen vor und halte Kopien deiner Zeugnisse bereit.

Abschlüsse: Bei Jobs ohne gesetzliche Qualifikationsanforderungen entscheidet der Arbeitgeber, ob deine Qualifikationen passen. Bei reglementierten Berufen – und wenn du das Niveau eines Hochschulabschlusses anerkennen lassen willst – wende dich an das finnische Zentralamt für Bildung (Opetushallitus).

Frankreich

Eine französische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf von höchstens zwei Seiten – Angaben zur Person, gewünschte Stelle und deine Stärken, Berufserfahrung (am liebsten umgekehrt chronologisch), Ausbildung, Sprach- und IT-Kenntnisse, Interessen; du kannst auch den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Anschreiben (lettre de motivation) von höchstens einer Seite, meist getippt – zeig dein Interesse am Unternehmen und wie dein Profil zur Stelle passt.

Bewirb dich auf Französisch, außer in der Anzeige steht etwas anderes, und gib dein Niveau im Lesen, Schreiben und Sprechen an. Halte beglaubigte Übersetzungen deiner Abschlüsse bereit. Auf der Website von France Travail gibt es Online-Services, die dir bei Lebenslauf und Bewerbungen helfen.

Abschlüsse: Die offizielle Informationsstelle für ausländische Qualifikationen ist ENIC-NARIC France, betrieben von France Éducation international.

Griechenland

Eine griechische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem kurzen Lebenslauf von 1–2 Seiten – der Europass-Lebenslauf ist das gängigste Format, viele griechische Firmen nutzen aber stattdessen eigene Bewerbungsformulare. Gib deine Sprachen mit Niveau und Zertifikaten an,
  • einem getippten Anschreiben von höchstens einer Seite, mit deiner handschriftlichen Unterschrift,
  • zwei oder drei Empfehlungsschreiben von Personen mit anerkanntem akademischem oder beruflichem Ansehen.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich vorher über das Unternehmen und sei bereit zu erklären, warum du gut für die Stelle geeignet bist.

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs bewertet der Arbeitgeber deine Qualifikationen selbst. Ausländische akademische Abschlüsse erkennt DOATAP an. Für reglementierte Berufe (z. B. Ärzte, Anwälte, Ingenieure) brauchst du eine Anerkennung durch die zuständige Behörde – siehe Ihr Europa zur Anerkennung von Berufsqualifikationen.

Irland

Eine typische irische Bewerbung besteht aus:

  • einem Lebenslauf von ein bis zwei Seiten – du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Anschreiben, getippt auf schlichtem A4-Papier, das deine persönlichen Stärken und passende Erfahrung hervorhebt,
  • Kopien deiner Abschlüsse und Referenzen,
  • einem Foto nur dann, wenn das Bewerbungsformular eins verlangt.

Bewerbungsformulare sind weit verbreitet, und Arbeitgeber wollen oft wissen, was du außerhalb der Arbeit machst.

Das Vorstellungsgespräch: Es kann mit einer Person oder vor einem Gremium stattfinden, am Telefon oder persönlich. Informier dich vorher über das Unternehmen – EURES nennt das „entscheidend“ – und bring Kopien deines Lebenslaufs, deiner Abschlüsse, Referenzen und anderer Unterlagen mit, die du brauchen könntest.

Abschlüsse: NARIC Ireland (bei QQI angesiedelt) hat eine kostenlose Online-Datenbank, die ausländische Abschlüsse mit dem irischen nationalen Qualifikationsrahmen vergleicht – über 2.000 Abschlüsse aus mehr als 170 Ländern. Bei reglementierten Berufen (z. B. Pflegefachkräfte, Ärzte, Lehrkräfte) entscheidet die für deinen Beruf zuständige irische Behörde über die Anerkennung.

Island

In Island schickst du mit deiner Bewerbung normalerweise einen Lebenslauf. Die Arbeitsverwaltung empfiehlt:

  • einen Lebenslauf – meist 1–2 Seiten, die neueste Ausbildung und der neueste Job zuerst; du musst nicht alles aufzählen, nur das, was für diese Stelle zählt; nenne Referenzen, die deine Arbeit beurteilen können, z. B. jetzige oder frühere Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen oder Lehrkräfte; prüf die Rechtschreibung sorgfältig,
  • ein Anschreiben (letter of introduction) – eine halbe bis eine ganze Seite, konzentriert auf die Stelle und darauf, warum deine Fähigkeiten passen, nicht auf deine Lebensgeschichte.

Sieh dir den Leitfaden der Arbeitsverwaltung zu Lebenslauf und Anschreiben an; du kannst auch Europass nutzen. Übersetze deine Unterlagen schon vor der Ankunft ins Englische und/oder Isländische.

Das Vorstellungsgespräch: Rechne mit Fragen zu allem, was in deinem Lebenslauf steht.

Abschlüsse: Das ENIC-NARIC-Büro bewertet ausländische Hochschulabschlüsse kostenlos (Bewertung ausländischer Hochschulabschlüsse). Für reglementierte Berufe brauchst du eine eigene Zulassung.

Italien

Eine italienische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem aktuellen, auf die Stelle zugeschnittenen Lebenslauf – der Europass-Lebenslauf ist weit verbreitet. Ein Foto ist nicht nötig, außer der Arbeitgeber will eins, und Zeugnisse oder Referenzen schickst du nur auf Anfrage,
  • einem persönlichen Anschreiben (lettera di presentazione), das deine Stärken, deine Ziele und deine Eignung für die Stelle zeigt,
  • deiner Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten – Lebensläufe, die du an Unternehmen schickst, müssen sie enthalten.

Schick deine Bewerbung per E-Mail oder über den Weg, der in der Anzeige steht; in manchen Gegenden hilft es immer noch, den Lebenslauf persönlich bei der Personalabteilung abzugeben.

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs beurteilt der Arbeitgeber deine Qualifikationen selbst. Infos zur Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse gibt CIMEA, das italienische ENIC-NARIC-Zentrum. Für reglementierte Berufe (z. B. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Lehrkräfte) brauchst du eine formelle Anerkennung durch die zuständige italienische Behörde – siehe Ihr Europa zur Anerkennung von Berufsqualifikationen.

Kroatien

Eine kroatische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf in chronologischer Reihenfolge – persönliche Daten, Ausbildung, Fähigkeiten und Berufserfahrung, am Computer geschrieben; der Europass-Lebenslauf ist ein gutes Format,
  • einem Foto – nicht nötig, aber du kannst eins beilegen (z. B. ein Passfoto),
  • Referenzen von früheren Arbeitgebern – meist nicht verlangt, aber wenn du welche hast, leg sie ruhig bei.

Schreib auf Kroatisch, außer der Arbeitgeber wünscht etwas anderes. Für Jobs im öffentlichen Dienst brauchst du normalerweise auch Nachweise deiner Qualifikationen (Abschlüsse, Zertifikate), ein Führungszeugnis ohne Einträge sowie Nachweise über Staatsangehörigkeit und Wohnsitz.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich vorher über die Tätigkeit des Arbeitgebers, die Organisation am Arbeitsplatz und den Dresscode.

Abschlüsse: Das ENIC-NARIC-Büro der Agentur für Wissenschaft und Hochschulbildung (AZVO) bewertet ausländische Hochschulabschlüsse für den Arbeitsmarkt und informiert über reglementierte Berufe, für die eine formelle Anerkennung nötig ist.

Lettland

Eine typische lettische Bewerbung besteht aus:

  • einem Lebenslauf – nicht länger als zwei Seiten; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Motivationsschreiben oder Anschreiben – Arbeitgeber verlangen es oft,
  • einem Foto – ob du eins beilegst, entscheidest du selbst.

Schreib auf Lettisch, außer die Anzeige verlangt eine andere Sprache.

Das Vorstellungsgespräch: Vorstellungsgespräche in Lettland sind meist formell. Sei pünktlich, achte auf ein gepflegtes Äußeres, und zur Begrüßung die Hand zu geben ist völlig in Ordnung.

Abschlüsse: Das Akademische Informationszentrum (AIC, das lettische ENIC/NARIC) erkennt ausländische Abschlüsse an und betreibt die Beratungsstelle für die Anerkennung von Berufsqualifikationen. In einem reglementierten Beruf brauchst du die Anerkennung, bevor du anfängst zu arbeiten.

Liechtenstein

Liechtenstein hat keinen eigenen offiziellen Leitfaden zu Bewerbungsgewohnheiten – die EURES-Seite zu Liechtenstein ist noch in Vorbereitung. In der Praxis gilt:

  • Deutsch ist Amtssprache – rechne also damit, dass du dich auf Deutsch bewirbst und arbeitest, außer in der Stellenanzeige steht etwas anderes,
  • bereite einen übersichtlichen Lebenslauf und ein Anschreiben vor – die Europass-Tools können dabei helfen,
  • halte Kopien deiner Abschlüsse und Referenzen bereit.

Abschlüsse: Das ENIC-NARIC-Zentrum für Liechtenstein ist das Schulamt – siehe die ENIC-NARIC-Seite zu Liechtenstein. Die Anerkennung von Berufsqualifikationen für reglementierte Berufe regelt ein eigenes Gesetz vom 13. Dezember 2007; in der Datenbank der reglementierten Berufe der EU siehst du, welche Berufe reglementiert sind.

Litauen

Für die meisten Jobs schickst du einen Lebenslauf und ein Anschreiben, machst manchmal Auswahltests und gehst dann zum Vorstellungsgespräch. Bei handwerklichen Jobs reichen oft ein Lebenslauf und ein Gespräch.

  • Lebenslauf – persönliche Daten, Kontaktdaten, Berufserfahrung, Ausbildung, Fähigkeiten, Hobbys und Referenzen; versuch, alles auf eine A4-Seite zu bringen. Der Europass-Lebenslauf wird in Litauen immer beliebter.
  • Anschreiben – eine A4-Seite, geschrieben für genau dieses Unternehmen: Stell dich kurz vor, sag, warum du den Job willst und warum du die richtige Person bist, und belege das mit Fakten.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich über den Arbeitgeber und seine Tätigkeit, bereite 2–3 konkrete Beispiele für deine Erfahrung oder Erfolge vor und überleg dir vorher, welches Gehalt du erwartest.

Abschlüsse: Das Zentrum für Qualitätsbewertung in der Hochschulbildung (SKVC, das litauische ENIC/NARIC) bewertet ausländische Qualifikationen und erkennt sie an.

Luxemburg

  • Anschreiben – persönlich, sorgfältig formuliert, prägnant und passend, für genau eine Stelle. Erklär, warum du dich für diesen Arbeitgeber entschieden hast.
  • Lebenslauf – meist 1–2 Seiten, mit einem professionellen Foto, deiner Ausbildung, Erfahrung und deinen Sprachkenntnissen. Du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen.
  • Bleib bei der Wahrheit – die Fähigkeiten, die du angibst, vor allem Sprachen, werden überprüft.
  • Sprache – bewirb dich auf Französisch oder bei internationalen Unternehmen auf Englisch, außer in der Anzeige steht etwas anderes.

Abschlüsse: Für reglementierte Berufe – Handwerk, kaufmännische und freie Berufe, Gesundheitsberufe, Erziehung und Betreuung – brauchst du eine Anerkennung deiner ausländischen Qualifikationen durch die Abteilung für die Anerkennung von Diplomen im Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend. Die Gebühr beträgt 75 €, plus 300 €, wenn Ausgleichsmaßnahmen nötig sind (Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung); eine Antwort bekommst du meist innerhalb von 2 bis 6 Wochen. Details auf guichet.lu.

Malta

Eine maltesische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf auf Englisch – am Computer geschrieben, höchstens zwei Seiten; EURES empfiehlt das europäische Standardformat (Europass-Lebenslauf). Nenne persönliche Daten, Ausbildung, Sprachen, Fähigkeiten, beruflichen Werdegang und Hobbys,
  • einem Anschreiben oder einer E-Mail – knapp, nicht länger als ein paar Absätze.

Bewerbungen schreibt man normalerweise auf Englisch, Maltesisch wird aber auch akzeptiert.

Das Vorstellungsgespräch: Nachdem der Arbeitgeber deinen Lebenslauf gelesen hat, lädt er dich vielleicht zu einem Gespräch ein – manchmal auch zu mehreren. Manche Arbeitgeber verlangen vor dem Start eine ärztliche Untersuchung.

Abschlüsse: Das Malta Qualifications Recognition Information Centre (MQRIC) bei der MFHEA vergleicht ausländische Qualifikationen mit dem maltesischen und dem Europäischen Qualifikationsrahmen. Du beantragst das online; die Gebühr beträgt 15 €, wenn dein Studiengang schon erfasst ist, und 65 € für einen neuen ausländischen Studiengang (Gebühren laut Stand Oktober 2026).

Niederlande

Eine niederländische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – professionell und knapp, höchstens zwei A4-Seiten: persönliche Daten, Ausbildung, Berufserfahrung (die neueste zuerst), Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Anschreiben von einer A4-Seite – warum du dich bewirbst, warum du geeignet bist und dass du dich über eine Einladung zum Gespräch freuen würdest.

Bewerbungen auf Niederländisch kommen besser an, außer in der Anzeige steht etwas anderes. Häng keine Zeugnisse und Referenzen an – bring sie zum Vorstellungsgespräch mit.

Das Vorstellungsgespräch: Im Mittelpunkt steht deine Motivation – warum hast du dich für diesen Job in diesem Unternehmen entschieden? Rechne mit ein oder zwei Gesprächspartnern und oft mit mehr als einer Runde; meist kannst du auch selbst Fragen stellen. Niederländische Arbeitgeber antworten in der Regel recht schnell – hast du nach 14 Tagen nichts gehört, melde dich beim Unternehmen.

Abschlüsse: Eine Zeugnisbewertung von IDW (Nuffic) vergleicht deinen ausländischen Abschluss mit dem niederländischen Bildungssystem, damit Arbeitgeber das Niveau verstehen.

Norwegen

Eine typische Bewerbung in Norwegen besteht aus:

  • einem Lebenslauf – ein kurzer Überblick über Ausbildung, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Kurse, Zertifikate und andere wichtige Fähigkeiten; der Europass-Lebenslauf kann dir dabei helfen,
  • einem Anschreiben – in Norwegen üblich: Erkläre, warum deine Qualifikationen gut zur Stelle passen,
  • Nachweisen – Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen und Lizenzen, wenn der Arbeitgeber danach fragt.

Arbeitgeber achten auf fachliche Qualifikationen, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Motivation.

Das Vorstellungsgespräch: Es kann vor Ort oder online stattfinden. Meist wirst du nach deiner Erfahrung, deiner Motivation und danach gefragt, wie du an Aufgaben herangehen würdest.

Abschlüsse: Eine Anerkennung deiner ausländischen Ausbildung ist oft hilfreich, aber nicht immer nötig, um mit der Arbeit anzufangen. Für reglementierte Berufe brauchst du die Zulassung der zuständigen Behörde. Das norwegische Direktorat für Hochschulbildung und Kompetenz (HK-dir) ist Norwegens ENIC-NARIC-Zentrum und Beratungsstelle für reglementierte Berufe.

Österreich

Eine vollständige Bewerbung in Österreich besteht meist aus:

  • einem Anschreiben genau für diese Stelle – an eine konkrete Ansprechperson gerichtet und mit dem richtigen Titel (z. B. „Sehr geehrte Frau Dr. Müller“),
  • einem Lebenslauf – kurz und übersichtlich, am besten eine A4-Seite, höchstens zwei; viele Firmen akzeptieren den Europass-Lebenslauf oder wünschen ihn sogar,
  • Kopien deiner Abschlüsse, Zeugnisse und Referenzen,
  • einem Bewerbungsfoto – freiwillig, in Österreich aber noch üblich.

Schreib auf Deutsch, außer die Anzeige verlangt eine andere Sprache. Bewerbungen schickt man fast immer per E-Mail oder online; manche Arbeitgeber freuen sich auch über ein kurzes Bewerbungsvideo.

Das Vorstellungsgespräch: Informier dich vorher über die Firma, sei pünktlich und bring deinen Lebenslauf, deine Zeugnisse und Nachweise über frühere Jobs mit. Das Gespräch kann persönlich, am Telefon oder online stattfinden. Das AMS hat ein interaktives Bewerbungsportal mit Tipps und Beispielen (auf Deutsch).

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs entscheidet der Arbeitgeber, wie er deine Qualifikationen bewertet. Für reglementierte Berufe (z. B. Pflegekräfte, Ärzte, Lehrkräfte) brauchst du eine formale Anerkennung – die offizielle Anlaufstelle ist berufsanerkennung.at.

Polen

Eine typische Bewerbung in Polen enthält:

  • einen Lebenslauf – so knapp wie möglich, eine oder höchstens zwei A4-Seiten, mit persönlichen Daten, Berufserfahrung, Ausbildung und Qualifikationen; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • eine Einwilligungsklausel am Ende des Lebenslaufs – eine formelle Erklärung, dass du der Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten für das Bewerbungsverfahren zustimmst, mit Verweis auf die DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679); polnische Arbeitgeber verlangen sie,
  • ein Anschreiben (list motywacyjny) – darin erklärst du, warum du dich genau auf diese Stelle bewirbst; es ist etwas persönlicher als der Lebenslauf, meist eine A4-Seite lang und handschriftlich unterschrieben.

Auswahl: Der Arbeitgeber wählt die Bewerber zuerst anhand ihrer Unterlagen aus und lädt sie dann zum Vorstellungsgespräch ein. Dazu kann ein Wissenstest gehören, der deine Qualifikationen prüft.

Abschlüsse: Das polnische ENIC-NARIC-Zentrum ist NAWA (Polnische Agentur für akademischen Austausch); es kümmert sich um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Bei reglementierten Berufen entscheidet die für den jeweiligen Beruf zuständige Behörde. Wenn sich deine Ausbildung deutlich unterscheidet, kann sie einen Anpassungslehrgang von bis zu 3 Jahren verlangen.

Portugal

Eine Bewerbung in Portugal enthält meist:

  • einen Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, ein bis zwei Seiten lang; ein Foto wird oft gern gesehen. Wenn du kein Portugiesisch sprichst, kannst du ihn auf Englisch schreiben. Der Europass-Lebenslauf eignet sich gut,
  • ein kurzes, einfaches Anschreiben – nie länger als eine A4-Seite.

Das Vorstellungsgespräch ist die wichtigste Auswahlmethode. Arbeitgeber achten auf deine Berufserfahrung und darauf, wie viel du über das Unternehmen weißt – bereite Beispiele vor und informiere dich vorher über die Firma.

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs beurteilt der Arbeitgeber deine Qualifikationen selbst. Ausländische Hochschulabschlüsse kannst du über die Generaldirektion für Hochschulbildung (DGES) anerkennen lassen – automatisch, nach Niveau oder fachspezifisch, Antrag online. Für reglementierte Berufe (z. B. Ärzte, Pflegekräfte, Ingenieure) brauchst du eine berufliche Anerkennung; das Beratungszentrum für Berufsqualifikationen hilft dir, und du kannst das Verfahren schon vor dem Umzug starten. Siehe auch „Ihr Europa“ zur Anerkennung von Berufsqualifikationen.

Rumänien

Eine Bewerbung in Rumänien enthält meist:

  • einen Lebenslauf auf Rumänisch – das EURES-Netz in Rumänien empfiehlt den Europass-Lebenslauf; wenn für den Job eine Fremdsprache nötig ist, schick den Lebenslauf in dieser Sprache,
  • ein Anschreiben – freiwillig, höchstens eine Seite.

Das Vorstellungsgespräch: Bring deinen Lebenslauf und Nachweise über Ausbildung und Qualifikationen mit – Abschlusszeugnisse, Weiterbildungszertifikate, Unterlagen von früheren Jobs.

Vor dem Start: Gesetzlich brauchst du ein ärztliches Attest, dass du für den Job geeignet bist. Für manche Berufe – z. B. Arbeit in der Höhe, Gesundheitspersonal, Wachleute, Arbeit mit giftigen Stoffen – ist ein psychologischer Test Pflicht.

Abschlüsse: Das Nationale Zentrum für die Anerkennung und Gleichwertigkeit von Diplomen (CNRED) bewertet ausländische Abschlüsse im Vergleich zum rumänischen Bildungssystem und ist für die Anerkennung bei reglementierten Berufen zuständig.

Schweden

Eine Bewerbung in Schweden ist kurz und sachlich:

  • ein persönlicher Brief (personligt brev) – sehr kurz, höchstens eine A4-Seite, in dem klar steht, auf welche Stelle du dich bewirbst,
  • ein Lebenslauf von 1–2 Seiten, das Neueste zuerst: persönliche Daten, Ausbildung, Berufserfahrung, Ämter mit Verantwortung, Sprach- und Computerkenntnisse, Führerschein und Interessen; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • Zeugnisse und Referenzen – nur wenn die Anzeige danach fragt; sonst schreib, dass Referenzen auf Anfrage verfügbar sind.

Lies die Anzeige genau und pass deine Bewerbung daran an. Stellenanzeigen sind meist auf Schwedisch, und Arbeitgeber erwarten eine Bewerbung auf Schwedisch, sofern in der Anzeige nichts anderes steht.

Das Vorstellungsgespräch: Informiere dich über das Unternehmen, bereite eigene Fragen vor und bring Kopien deiner Zeugnisse und Referenzen mit. Rechne mit Fragen zu Ausbildung, Arbeit, Interessen, Stärken und Schwächen. Vielleicht sitzt dir ein Gremium gegenüber – zum Beispiel jemand aus der Personalabteilung, eine Gewerkschaftsvertretung und ein künftiger Kollege –, und es kann mehrere Runden oder Tests geben.

Abschlüsse: Der schwedische Hochschulrat (UHR) bewertet ausländische Qualifikationen – du kannst eine Bescheinigung herunterladen und an Arbeitgeber schicken – und ist Schwedens ENIC-NARIC-Stelle, mit Infos zu reglementierten Berufen.

Schweiz

Eine typische Bewerbung in der Schweiz besteht aus:

  • einem am Computer geschriebenen Bewerbungsschreiben – höchstens eine A4-Seite; schlag am Ende ein persönliches Gespräch vor,
  • einem Lebenslauf von höchstens zwei Seiten, mit Foto; heb deine Sprach- und Computerkenntnisse hervor,
  • Kopien deiner Diplome und Arbeitszeugnisse (Zeugnisse früherer Arbeitgeber) – darauf legen Schweizer Arbeitgeber großen Wert.

Mit den Tools von Europass kannst du einen übersichtlichen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben vorbereiten.

Abschlüsse: Für manche Berufe in der Schweiz brauchst du eine Anerkennung deiner Qualifikation. Welche Stelle zuständig ist, hängt von deinem Beruf ab – das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erklärt das Verfahren auf seiner Seite zur Anerkennung ausländischer Diplome.

Slowakei

Slowakische Arbeitgeber erwarten einen gut vorbereiteten Lebenslauf und idealerweise formelle oder informelle Empfehlungen früherer Arbeitgeber. Deine Bewerbung sollte Folgendes enthalten:

  • einen Lebenslauf – nimm eine Version auf Slowakisch mit; du kannst ihn mit Europass erstellen,
  • ein Anschreiben – formell, höchstens eine A4-Seite und handschriftlich unterschrieben; darin nennst du kurz deine Qualifikationen und Fähigkeiten für die Stelle und deine Berufserfahrung oder Ausbildung,
  • eine seriöse E-Mail-Adresse in deinen Kontaktdaten.

Abschlüsse: Für die Anerkennung ausländischer Qualifikationen ist das Bildungsministerium zuständig. Sein Anerkennungsnavigator zeigt dir Schritt für Schritt, was zu tun ist, und enthält eine Datenbank reglementierter Berufe und Antragsformulare. Zur akademischen Anerkennung von Studienzeiten im Ausland berät dich das nationale NARIC-Zentrum.

Slowenien

Eine Bewerbung in Slowenien enthält meist:

  • ein Anschreiben – bis zu einer Seite, angepasst an das, was der Arbeitgeber erwartet,
  • einen Lebenslauf – klar und auf den Punkt, ein bis zwei Seiten; die ESS empfiehlt den Europass-Lebenslauf,
  • ein passendes Foto – EURES rät dazu, eins beizulegen.

Leg keine Originalzeugnisse oder Referenzen von Arbeitgebern bei. Schreib auf Slowenisch, sofern in der Anzeige nichts anderes steht – manche Arbeitgeber akzeptieren auch Englisch. Bevor du eingestellt wirst, hast du eine ärztliche Untersuchung.

Das Vorstellungsgespräch: Behandle es wie ein Geschäftstreffen – bereite dich gut vor und sei pünktlich. Die ESS hat Tipps zu Fähigkeiten bei der Jobsuche, darunter zu Lebenslauf, Video-Lebenslauf und ein Handbuch zum Vorstellungsgespräch (auf Slowenisch).

Abschlüsse: Wenn du eine ausländische Qualifikation für einen Job nutzen willst, kannst du beim ENIC-NARIC-Zentrum des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Jugend eine Bewertung deiner Ausbildung (vrednotenje izobraževanja) beantragen – siehe Bewertung und Anerkennung von Bildungsabschlüssen. Für reglementierte Berufe gibt es ein eigenes Anerkennungsverfahren.

Spanien

Eine typische spanische Bewerbung hat zwei Teile:

  • einen Lebenslauf – getippt, A4, am besten zwei Seiten; einfache Sätze, keine unerklärten Abkürzungen. Ein Foto ist freiwillig. Leg keine Kopien deiner Zeugnisse bei – bring sie zum Vorstellungsgespräch mit. Der Europass-Lebenslauf ist eine gute Alternative,
  • ein Anschreiben auf Spanisch (außer in der Anzeige steht etwas anderes) – förmlich, kurz und für genau diese Stelle geschrieben, kein Standardbrief.

Das Auswahlverfahren: Neben Vorstellungsgesprächen nutzen viele Arbeitgeber berufsbezogene und psychometrische Tests – laut EURES setzen 75 % der spanischen Unternehmen psychometrische Tests ein. Informier dich vor dem Gespräch über das Unternehmen.

Abschlüsse: Bei den meisten Jobs bewertet der Arbeitgeber deine Qualifikationen selbst. Für einen reglementierten Beruf brauchst du eine Anerkennung: EU-Bürger mit einem Abschluss, der zu einem reglementierten Beruf führt, können sie nach der EU-Richtlinie über Berufsqualifikationen beantragen. Für Abschlüsse von außerhalb der EU bietet das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten Homologation und Gleichwertigkeit (homologación, equivalencia) an.

Tschechien

Eine Bewerbung in Tschechien besteht meist aus:

  • einem Anschreiben – kurz und auf den Punkt, auf die Stelle bezogen: warum du sie willst und was du dem Arbeitgeber bieten kannst,
  • einem strukturierten Lebenslauf – persönliche Daten (Name, Telefonnummer, E-Mail; als Adresse reicht die Stadt, in der du wohnst), Ausbildung, Berufserfahrung (der wichtigste Teil – nenn die Positionen, die du hattest), weitere Kenntnisse wie Sprachen und Zertifikate sowie Referenzen mit Namen und Kontaktdaten früherer Arbeitgeber; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen.

Die meisten Arbeitgeber verlangen aktive Tschechischkenntnisse, deshalb schreibt man Bewerbungen normalerweise auf Tschechisch.

Das Vorstellungsgespräch: Das Auswahlverfahren ist ziemlich förmlich, also zieh dich passend an. Bring deinen Lebenslauf und Kopien aller Zeugnisse als Mappe mit. Manche Arbeitgeber setzen auch psychologische Tests ein.

Abschlüsse: Das tschechische ENIC-NARIC-Zentrum gehört zum Ministerium für Bildung, Jugend und Sport – siehe die ENIC-NARIC-Seite für Tschechien. Die Seite des Ministeriums zur Anerkennung von Qualifikationen und Ausbildung in der EU (auf Tschechisch) behandelt die reglementierten Berufe.

Ungarn

Eine ungarische Bewerbung besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – auf Ungarisch und je nach Job auch auf Englisch; ein bis zwei Seiten mit persönlichen Daten, Ausbildung (die neueste zuerst), Berufserfahrung, IT- und Sprachkenntnissen und Führerschein; du kannst den Europass-Lebenslauf nutzen,
  • einem Anschreiben an die Organisation, die die Stelle ausschreibt – handschriftlich unterschrieben, wenn du es auf Papier schickst.

Abschlüsse: Abschlüsse von EU-Bürgern werden in der Regel anerkannt. Für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und von Berufsqualifikationen nach den EU-Richtlinien wende dich an das Ungarische Äquivalenz- und Informationszentrum der Bildungsbehörde (Oktatási Hivatal) – die Kontaktdaten stehen auf der ENIC-NARIC-Seite für Ungarn.

Vereinigtes Königreich

Der National Careers Service (staatlicher Berufsberatungsdienst) gibt diese Tipps für einen britischen Lebenslauf:

  • Gib deinen Namen, deine Telefonnummer, deine E-Mail-Adresse und, falls vorhanden, einen Link zu einem beruflichen Profil wie LinkedIn an,
  • gib nicht dein Alter, dein Geburtsdatum, deinen Familienstand oder deine Staatsangehörigkeit an,
  • schreib keine Kontaktdaten anderer Personen in deinen Lebenslauf – schreib stattdessen „references available on request“ (Referenzen auf Anfrage).

Das Vorstellungsgespräch: Lies die Stellenbeschreibung genau, informiere dich über das Unternehmen und bereite Beispiele aus deiner Erfahrung vor. Für Fragen zu deinen Kompetenzen nutze die STAR-Methode (Situation, Aufgabe, Handlung, Ergebnis). Bei Online-Gesprächen teste vorher deinen Computer und deine Verbindung und sei 5–10 Minuten früher bereit. Mehr Tipps fürs Vorstellungsgespräch.

Abschlüsse: UK ENIC, das Ecctis im Auftrag der britischen Regierung betreibt, vergleicht internationale Qualifikationen mit dem britischen System (Statement of Comparability). Ob dein Beruf reglementiert ist und wer dafür zuständig ist, findest du im Regulated Professions Register heraus.

Zypern

Eine Bewerbung in Zypern besteht meist aus:

  • einem Lebenslauf – der Europass-Lebenslauf hat sich bei zyprischen Arbeitgebern schnell durchgesetzt,
  • einem Anschreiben, in dem du die Stellenbezeichnung und die Nummer der Stellenanzeige nennst.

Das Vorstellungsgespräch: Wenn du kein Griechisch sprichst, findet es meist auf Englisch statt, außer du und der Arbeitgeber habt eine andere gemeinsame Sprache.

Abschlüsse: KYSATS ist in Zypern für die Anerkennung von Hochschulabschlüssen zuständig und gehört zum ENIC-NARIC-Netz. Für reglementierte Berufe wendest du dich an die Behörde, die für deinen Beruf zuständig ist; Anlaufstelle ist die nationale Kontaktstelle für Berufsqualifikationen bei der Arbeitsbehörde.

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Häufige Fragen zu Bewerbung und Vorstellungsgespräch

Kennzahlen: Eurostat (Bevölkerung am 1. Januar 2026; Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquoten 2025; Mindestlöhne Juli 2026); für das Vereinigte Königreich – Office for National Statistics (britisches Statistikamt); für Liechtenstein – nationale Statistik. Länderinformationen: EURES – Lebens- und Arbeitsbedingungen, die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die offiziellen Regierungswebsites, die bei jedem Land aufgeführt sind. Regeln, Schwellenwerte und Beträge können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.

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