Kein gesetzlicher Mindestlohn, dafür Kollektivverträge, die für fast jeden Job eine Mindestbezahlung festlegen – meist 14-mal im Jahr ausgezahlt. Österreich hat 64 bundesweite Mangelberufe, von Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten bis zu Ingenieuren, IT-Fachleuten, Elektrikern und Köchen. Hier erfährst du, wo du nach Jobs suchst, wie du dich auf Deutsch bewirbst und was du in den ersten Wochen erledigen musst.
Das klarste offizielle Signal dafür, wo Arbeitskräfte fehlen, ist die Mangelberufsliste. Für 2026 nennt die Regierung 64 bundesweite Mangelberufe (Fachkräfteverordnung 2026, BGBl. II Nr. 316/2025) – Berufe, in denen beim AMS weniger als 1,5 Arbeitsuchende auf eine gemeldete offene Stelle kommen. Dazu gehören:
Dazu kommt in jedem Bundesland (außer Wien) eine eigene regionale Liste. Auch der Tourismus stellt viele Saisonkräfte für die Winter- und Sommersaison ein – in Hotels, Restaurants und Skigebieten.
Für Absolventen stehen die Chancen in technischen Bereichen, in der IT und im Gesundheitswesen am besten. Manche Arbeitgeber schreiben Stellen auf Englisch aus und nehmen Bewerbungen auf Englisch an – aber für die meisten Jobs und für den Alltag macht Deutsch einen großen Unterschied.
Kennzahlen: Eurostat (Bevölkerung am 1. Januar 2026; Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquoten 2025; Mindestlöhne Juli 2026); für das Vereinigte Königreich – Office for National Statistics (britisches Statistikamt); für Liechtenstein – nationale Statistik. Länderinformationen: EURES – Lebens- und Arbeitsbedingungen, die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die offiziellen Regierungswebsites, die bei jedem Land aufgeführt sind. Regeln, Schwellenwerte und Beträge können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.