Kein gesetzlicher Mindestlohn – Mindestlöhne stehen in Tarifverträgen, und viele davon gelten allgemein für eine ganze Branche. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, aber im Gesundheits- und Sozialwesen fehlt Personal, von Pflegefachkräften und Pflegeassistenten bis zu Ärzten. Hier erfährst du, wo du suchst, wie du dich bewirbst und wie du deine persönliche Kennnummer, deine Steuerkarte und deine Kela-Karte bekommst.
Den deutlichsten Fachkräftemangel hat Finnland im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Juni 2025 hat die Regierung diese Mangelberufe festgelegt (Verordnung 291/2025, gültig bis 11. Juni 2026 – bei unserer Prüfung im Oktober 2026 haben wir keine neuere Liste gefunden), in denen Menschen mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Arbeiten den Job flexibler wechseln konnten:
EURES nennt Gesundheitsfachkräfte und Beschäftigte in personenbezogenen Dienstleistungen als die Gruppen, bei denen landesweit am häufigsten Personal fehlt. Bauhandwerker (außer Elektriker) stehen sowohl auf der Mangel- als auch auf der Überschussliste – das hängt von der Region ab. Mehr Arbeitsuchende als Stellen gibt es bei juristischen, sozialen und kulturellen Berufen sowie in Naturwissenschaft und Ingenieurwesen.
Für Absolventen sind die Chancen also im Gesundheits- und Sozialwesen am besten; in vielen anderen Bereichen ist die Konkurrenz groß, und Finnisch oder Schwedisch hilft sehr. Auf Åland ist gutes Schwedisch ein Muss.
Kennzahlen: Eurostat (Bevölkerung am 1. Januar 2026; Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquoten 2025; Mindestlöhne Juli 2026); für das Vereinigte Königreich – Office for National Statistics (britisches Statistikamt); für Liechtenstein – nationale Statistik. Länderinformationen: EURES – Lebens- und Arbeitsbedingungen, die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die offiziellen Regierungswebsites, die bei jedem Land aufgeführt sind. Regeln, Schwellenwerte und Beträge können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.