Kein gesetzlicher Mindestlohn, dafür Kollektivverträge, die für fast jeden Job eine Mindestbezahlung festlegen – meist 14-mal im Jahr ausgezahlt. Österreich hat 64 bundesweite Mangelberufe, von Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten bis zu Ingenieuren, IT-Fachleuten, Elektrikern und Köchen. Hier erfährst du, wo du nach Jobs suchst, wie du dich auf Deutsch bewirbst und was du in den ersten Wochen erledigen musst.
Österreich liegt mitten in Europa, hat 9,2 Mio. Einwohner und eine Beschäftigungsquote über dem EU-Durchschnitt: 77,6 % der 20- bis 64-Jährigen haben einen Job (EU: 76,1 %).
Seit 2023 schwächelt die Wirtschaft, und die Arbeitslosigkeit ist gestiegen – von 4,8 % im Jahr 2022 auf 5,7 % im Jahr 2025. Das ist aber immer noch weniger als der EU-Durchschnitt von 6,0 %. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist niedriger als in der EU insgesamt: 11,5 % bei den 15- bis 24-Jährigen, gegenüber 15,2 %.
Als Bürger der EU, des EWR oder der Schweiz brauchst du keine Arbeitserlaubnis – du kannst umziehen, einen Job suchen und zu denselben Bedingungen arbeiten wie Österreicher. Was du für die meisten Jobs aber brauchst, ist Deutsch: Bewerbungen schreibt man normalerweise auf Deutsch, außer in der Stellenanzeige steht etwas anderes.
Kennzahlen: Eurostat (Bevölkerung am 1. Januar 2026; Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquoten 2025; Mindestlöhne Juli 2026); für das Vereinigte Königreich – Office for National Statistics (britisches Statistikamt); für Liechtenstein – nationale Statistik. Länderinformationen: EURES – Lebens- und Arbeitsbedingungen, die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die offiziellen Regierungswebsites, die bei jedem Land aufgeführt sind. Regeln, Schwellenwerte und Beträge können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.