Belgien hat drei regionale Arbeitsmärkte, jeder mit eigener Arbeitsvermittlung und eigener Sprache: Niederländisch in Flandern, Französisch in der Wallonie, beides in Brüssel – und Deutsch im Osten. Der Mindestlohn liegt bei 2.234 € pro Monat (Juli 2026), Studierende können 650 Stunden im Jahr mit reduzierten Beiträgen arbeiten, und die Wallonie nennt für 2026 144 Mangelberufe.
Belgien hat 12,0 Mio. Einwohner und drei regionale Arbeitsmärkte. Jede Region hat ihre eigene öffentliche Arbeitsvermittlung: VDAB in Flandern, Le Forem in der Wallonie und Actiris in Brüssel, dazu das ADG (Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft).
Die Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen – von 5,6 % im Jahr 2022 auf 6,2 % im Jahr 2025, knapp über dem EU-Durchschnitt von 6,0 %. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist höher als in der EU insgesamt: 17,4 % bei den 15- bis 24-Jährigen, gegenüber 15,2 %. Die Beschäftigungsquote liegt unter dem EU-Durchschnitt: 72,8 % der 20- bis 64-Jährigen haben einen Job (EU: 76,1 %).
Als Bürger der EU oder des EWR brauchst du keine Arbeitserlaubnis. Am wichtigsten ist die Sprache: In Flandern spricht man Niederländisch, in der Wallonie Französisch, im deutschsprachigen Gebiet Deutsch und in Brüssel Niederländisch und Französisch.
Kennzahlen: Eurostat (Bevölkerung am 1. Januar 2026; Arbeitslosen- und Erwerbstätigenquoten 2025; Mindestlöhne Juli 2026); für das Vereinigte Königreich – Office for National Statistics (britisches Statistikamt); für Liechtenstein – nationale Statistik. Länderinformationen: EURES – Lebens- und Arbeitsbedingungen, die öffentlichen Arbeitsverwaltungen und die offiziellen Regierungswebsites, die bei jedem Land aufgeführt sind. Regeln, Schwellenwerte und Beträge können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.