10. Nebenjobs, Praktika und Traineeships – und wie du Jobbetrug vermeidest

Studierende beim Sommerjob in einem Café
Studierende beim Sommerjob in einem Café

Sommer- und Saisonjobs, Erasmus+-Praktika (auch noch ein Jahr nach dem Abschluss), das bezahlte 5-monatige Blue-Book-Praktikum bei der Europäischen Kommission und ALMA für junge Leute ohne Job. Zahl nie Geld, um einen Job zu bekommen – und hier findest du kostenlose Hilfe.

Sommer- und Saisonarbeit

Tourismus, Hotels und Gastronomie sowie die Landwirtschaft stellen jedes Jahr viele Saisonkräfte ein. Als EU-Bürger hast du dieselben Rechte wie einheimische Beschäftigte – denselben Mindestlohn, dieselben Arbeitszeiten und Ruhezeiten. EURES veröffentlicht Saisonjobs und organisiert eigene Events dafür. Frag nach der Unterkunft: Wenn der Arbeitgeber sie stellt, sollten die Kosten klar im Vertrag stehen.

Praktika und Traineeships

  • Erasmus+-Praktikum – 2 bis 12 Monate in einem Unternehmen oder einer Organisation in einem anderen Land, mit monatlichem Zuschuss; auch innerhalb eines Jahres nach dem Abschluss möglich. Du bewirbst dich über deine Hochschule. Erasmus+ für Studierende »
  • Blue-Book-Praktikum bei der Europäischen Kommission und anderen EU-Einrichtungen – 5 Monate, bezahlt, für Hochschul- und Berufsabsolventen. Es gibt rund 1.000 Plätze in jedem der beiden Durchgänge pro Jahr (ab März und ab Oktober); die Bewerbung startet Monate vorher.
  • ALMA – für junge Menschen von 18–29 Jahren, die weder arbeiten noch studieren oder eine Ausbildung machen: Vorbereitung zu Hause, 2 bis 6 Monate betreute Arbeitserfahrung in einem anderen EU-Land, Reise und Unterkunft bezahlt. Frag deine nationale oder regionale Arbeitsverwaltung, ob sie ALMA anbietet.
  • Europäisches Solidaritätskorps – Freiwilligenprojekte im Ausland für 18- bis 30-Jährige, Reise, Unterkunft und Taschengeld inklusive.

Wie du Jobbetrug vermeidest

  • Zahl nie für einen Job, ein Visum oder eine „Registrierung“ – die öffentlichen Arbeitsverwaltungen in der EU und EURES sind kostenlos.
  • Gib bei einer Bewerbung keine Bank- oder Kartendaten in ein Online-Formular ein. Und nimm nie einen „Job“ an, bei dem du Geld empfangen und weiterleiten sollst.
  • Prüf die E-Mail-Adresse (eine kostenlose E-Mail-Adresse statt der Firmendomain ist ein Warnsignal) und recherchier das Unternehmen in unabhängigen Quellen.
  • Sei misstrauisch bei Angeboten, die aus heiterem Himmel kommen und viel Geld für wenig Arbeit versprechen.

Kostenlose Hilfe, wenn etwas schiefgeht

  • EURES-Berater – Fragen zu Jobs, Lebens- und Arbeitsbedingungen.
  • Ihr Europa – Beratung – kostenlose, persönliche Antworten von Rechtsexperten zu deinen EU-Rechten.
  • SOLVIT – wenn eine Behörde in einem anderen EU-Land deine Rechte nicht respektiert (zum Beispiel bei Aufenthalt, Anerkennung oder Sozialversicherung).
  • Europäische Arbeitsbehörde (ELA) – Infos zu fairen Arbeitsbedingungen, auch für Saisonarbeitskräfte.

Quellen: EURES – Angebote für Arbeitsuchende · Erasmus+ – Praktika im Ausland · Europäische Kommission – Blue-Book-Praktika · Europäische Kommission – ALMA · Europäisches Solidaritätskorps · EURES – wie du betrügerische Jobangebote erkennst · Ihr Europa – Beratung · SOLVIT · Europäische Arbeitsbehörde Stand: 3. Oktober 2026.


Auf Grundlage offizieller EU-Informationen: EURES, Ihr Europa – Arbeit und Ruhestand, Europass, die Europäische Kommission und das EU-Recht (EUR-Lex). Regeln können sich ändern – prüf die offiziellen Quellen, bevor du umziehst. Stand: Oktober 2026.

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